In dieser Ausgabe, Freitag 14. Juli:

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TITELSEITE

Haftstrafe für Lula
Brasiliens Ex-Staatschef wegen Korruption verurteilt
Curitiba (dpa) - Von der Lichtgestalt zum gemeinen Kriminellen: Brasiliens ehemaliger Präsident Luiz Inácio Lula da Silva steht nach seiner Verurteilung wegen Korruption vor einem Scherbenhaufen. Zuletzt hatte der frühere Staatschef (2003-2010) noch angekündigt, bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr erneut anzutreten. Jetzt droht dem 71-Jährigen Gefängnis. Auf eine Kandidatur muss er aber vorerst nicht verzichten.

 

ARGENTINIEN

Gefordert
Generalstaatsanwältin Alejandra Gils Carbó wird Amtsmissbrauch vorgeworfen. Staatsanwalt Eduardo Taiano stellte nun den Antrag, seine Vorgesetzte zum Verhör vorzuladen.

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HINTERGRUND

Gewütet
Die Kanzlerin hätte aus dem G20-Gpifel gern Profit für den Wahlkampf gezogen, doch Gewalt überschattet das Weltereignis. Deutschlands Ansehen ist beschädigt, die Konsequenzen sind offen.

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HÜBEN UND DRÜBEN

Gewürdigt
Die Unesco hat mehrere neue Weltkulturerbestätten benannt. Darunter sind auch die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst in Baden-Württemberg sowie der Nationalpark Los Alerces in Patagonien.

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SPORT

Gesiegt
Marcel Kittel ist in Topform. Bei der Tour de France knackte der Supersprinter auch die 40 Jahre alte deutsche Bestmarke von Didi Thurau mit fünf Etappensiegen während einer Rundfahrt.

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Auch in dieser Ausgabe:

INTERNATIONALES
- Zwischen Verständigung und Uneinigkeit. Trump auf Staatsbesuch in Frankreich.
Paris (dpa) - Der französische Staatschef Emmanuel Macron und US-Präsident Donald Trump haben sich in Paris um eine Annäherung bemüht. Bei dem Besuch des Amerikaners anlässlich des Nationalfeiertags verständigten sich die beiden auf ein Vorgehen im Anti-Terror-Kampf und beim Syrien-Konflikt. Auch bei umstrittenen Themen wie dem Freihandel suchten sie nach gemeinsamen Positionen. Beim Klimaschutz blieb es beim Dissens.


- „Missachtung europäischer Werte“. EU-Streit mit Polen und Ungarn eskaliert.
Brüssel (dpa) - Polen und Ungarn stehen in Brüssel erneut wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte am Pranger. Die EU-Kommission geht mit gleich zwei Verfahren gegen die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban vor, weil ungarische Gesetze EU-Recht verletzen sollen. CSU-Europaparlamentarier Manfred Weber forderte am Donnerstag zudem Konsequenzen gegen Polen wegen des Umbaus der Justiz.

DEUTSCHSPRACHIGER RAUM

- Deutsch-französische Zusammenarbeit. Berlin und Paris wollen gemeinsam neuen Kampfjet entwickeln.
Paris (dpa) - Frankreich und Deutschland wollen gemeinsam ein neues Kampfflugzeug entwickeln und damit auch eine engere europäische Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich vorantreiben. Das System solle unter Führung der beiden Länder entstehen und auf lange Frist die derzeitigen Flotten ersetzen, teilte der Élyséepalast am Donnerstag nach dem Treffen des deutsch-französischen Ministerrats mit. Bis Mitte 2018 solle ein Zeitplan entwickelt werden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Paris. „Das ist eine tiefgreifende Revolution“, meinte Präsident Emmanuel Macron. Bislang setzt die deutsche Luftwaffe auf den Eurofighter, die Franzosen dagegen auf das Rafale-Kampfflugzeug. Die Ankündigung kommt vor dem Hintergrund von Bestrebungen für eine engere Militär- und Rüstungs-Zusammenarbeit in der Europäischen Union. „Das, was wir heute verabredet haben an gemeinsamen Entwicklungen (...), das ist etwas, was, glaube ich, Europa wirklich nach vorne bringen kann“, sagte Merkel.

MEINUNG
- Ein Symbol des Kirchnerismus.
Das Kohlenbergwerk in Rio de Turbio, am südwestlichen Zipfel der Provinz Santa Cruz, kann als Symbol der Korruption und der phänomenalen Irrationalität der Kirchners angesehen werden. Dass die Förderung dieser Kohle keinen wirtschaftlichen Sinn hatte, und ein Kraftwerk an Ort, um sie zu verbrauchen auch nicht, war bekannt. Dass so ungefähr alles falsch gemacht wurde und viel gestohlen wurde auch. Doch was in der Vorwoche bekannt wurde, auf Grund der Untersuchung des Staatsanwaltes Stornelli und einer Prüfung der staatlichen Kontrollstelle Sigen, übertrifft alles, was man sich vorstellen konnte bei Weitem. Hier wurden mehrere Milliarden Dollar zum Fenster rausgeschmissen, und hunderte von Millionen Dollar einfach gestohlen. Dass der direkt dafür verantwortliche Minister, Julio de Vido, der 12 Jahre im Amt war und alles ohne jegliche Prüfung bewilligt hat, als Deputierter verbleiben kann, ist noch unglaublicher.


- Im Blickfeld: Sinnlose Gewalt. Von Stefan Kuhn.
Brennende Autos, Barrikaden, geplünderte Geschäfte, bürgerkriegsähnliche Zustände im Hamburger Schanzenviertel - heute wollen viele vor solchen Zuständen gewarnt und gewusst haben, dass es so kommen würde. Tatsache ist dagegen, dass fast alle vom Ausmaß der Gewalt bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg überrascht wurden. Alle voran die linksextremistische Szene in der Hansestadt. Die distanzierte sich von den Gewaltexzessen auf ihre eigene Art. „Wir als Autonome und ich als Sprecher der Autonomen haben gewisse Sympathien für solche Aktionen, aber bitte doch nicht im eigenen Viertel, wo wir wohnen. Also warum nicht irgendwie in Pöseldorf oder Blankenese?“, erklärte Andreas Beuth, der Anwalt des linksautonomen Zentrums Rote Flora, im deutschen Fernsehen.

ARGENTINIEN
- Regionalpartnerschaft angestrebt. Bayrische Ministerin Merk sondiert Kooperation mit Provinz Buenos Aires. Von Marcus Christoph.
Buenos Aires (AT) - Der Freistaat Bayern will sich in Argentinien stärker engagieren. Dies wurde deutlich beim Besuch von Dr. Beate Merk (CSU), der bayrischen Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen. Die Politikerin war von Freitag bis Sonntag für politische Gespräche in Buenos Aires.

SPORT
- Weg frei für Federers Rekord-Titel? Schweizer im Halbfinale / Venus Williams mit 37 im Damen-Endspiel.
London (dpa/mc) - Andy Murray und Novak Djokovic im Viertelfinale angeschlagen ausgeschieden, Rafael Nadal schon abgereist - für Roger Federer scheint der Weg frei zum Rekord-Titel in Wimbledon. „Ich bin glücklich, dass mein Traumlauf weitergeht“, sagte der 35 Jahre alte Tennisprofi aus der Schweiz am Mittwoch nach seiner beeindruckenden Vorstellung gegen den Kanadier Milos Raonic.


- James zu Bayern.
München (dpa/mc) - James Rodríguez sprach höflich und ruhig, sein Trainer Carlo Ancelotti nannte ihn sogar „bescheiden“. Im eleganten grauen Dreiteiler mit Einstecktuch und Krawatte machte der neue Star des FC Bayern an seinem ersten Tag in München aber deutliche Ansagen. „Ich bin hier, um Geschichte zu schreiben“, sagte der Kolumbianer und grinste breit. Vor mehr als 20 Kamerateams, etlichen Fotografen und Dutzenden Reportern präsentierte sich die Luxus-Leihgabe von Real Madrid am Mittwoch selbstbewusst und erfolgshungrig - also ganz nach dem Geschmack des äußerst stolzen deutschen Fußball-Rekordmeisters.


- Vettel auf WM-Kurs.
Spielberg (dpa/mc) - Ganz artig stieß der gezähmte Wüterich Sebastian Vettel nach seinem nächsten Schritt in Richtung fünfter WM-Titel mit Österreich-Gewinner Valtteri Bottas an. Der deutsche Ferrari-Star verpasste in der Mercedes-Hochburg Spielberg zwar den Formel-1-Sieg um 0,6 Sekunden hauchdünn, setzte sich in der WM aber weiter von Rivale Lewis Hamilton ab. Knapp hinter Mercedes-Raketenstarter Bottas feierte Vettel zwei Wochen nach seinem Wutrempler von Baku am Sonntag mit Position zwei sein bestes Ergebnis in der Steiermark.

WISSENSCHAFT
- Besuch aus Afrika. Die geheimnisvolle Liaison des Neandertalers.
Tübingen/Jena (dpa) - Der Oberschenkelknochen eines Neandertalers wirft ein neues Licht auf die Ausbreitung der Menschen aus Afrika. Ein internationales Forscherteam hat aus dem Knochen, der auf der Schwäbischen Alb entdeckt wurde, das Erbgut entschlüsselt - mit überraschenden Resultaten: Demnach hat eine Gruppe Urmenschen Afrika schon vor grob 300.000 bis 400.000 Jahren verlassen und sich dann in Europa mit Neandertalern vermischt. Bei den Urmenschen handele es sich entweder um den Homo sapiens oder eine damit sehr eng verwandte, bislang unbekannte Art, sagt Erstautor Cosimo Posth vom Jenaer Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte. “Wir können noch nicht genau sagen, wer diese Urmenschen waren.”


- Ständig in Kontakt. Das Internet ist für Kinder der Wald von damals.
Berlin (dpa/tmn) - Hier ein Selfie von der Klassenfahrt nach Italien, dort ein schneller Text aus der Schulpause: Dank Nachrichten-Apps oder Chatprogrammen können Eltern und Kinder dauernd Kontakt halten. Ganz schön praktisch. Aber ist das immer gut? Jugendforscher Prof. Klaus Hurrelmann hat Antworten.


- Fotografien für Blinde.
Berlin - Auch sehbehinderte Menschen wollen Momente festhalten und teilen. Doch einfache Fotos nützen ihnen wenig. Sie brauchen andere Darstellungsformen. Die kostenlose App FotoOto (nur für iOS) bedient dieses Bedürfnis. Das Besondere: Bilder werden dort akustisch mit Klangfarben unterlegt. Blauer Himmel mit Wolken erzeugt zum Beispiel eine mehrsekündige Klaviermelodie.


- Arztbesuch vorbereiten. Befunde mitbringen und Fragen notieren. Von Elena Zelle.
Berlin/Düsseldorf - Erst überlegt man, ob man mit seinen Beschwerden überhaupt zum Arzt geht. Dann wartet man eine gefühlte Ewigkeit auf den Termin - und vergisst im Behandlungszimmer doch die Hälfte zu fragen. Oder der Arzt kann keine Diagnose stellen, weil wichtige Informationen fehlen. Damit das nicht passiert, sollten Patienten sich auf einen Arzttermin vorbereiten - Notfälle wie der Verdacht auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall sind davon natürlich ausgenommen. Gute Vorbereitung erleichtert dem Arzt die Diagnose, spart Zeit und hilft, wirklich alle Fragen zu klären.


- Inselstrand voller Plastik. Das Müllproblem von Ko Si Chang. Von Christoph Sator.
Ko Si Chang - Der Strand von Ko Si Chang gehört nun gewiss nicht zu den Traumstränden, für die Thailand so berühmt ist. Aber beliebt ist die Insel doch, gerade bei den Leuten aus Bangkok. Eine Autostunde bis zur Küste, dann noch eine halbe Stunde mit der Fähre, und schon ist man dort. Doch liegt man einmal im Sand, ist die Hektik der Hauptstadt gefühlt viel weiter weg als anderthalb Stunden. Nur, dass das Vergnügen neuerdings erheblich getrübt wird.

GEMEINSCHAFTEN
- Lernen mit Herz und Verstand. Studienreise des BBZ nach Mendoza.
Der Beginn der Reise war hart. Die 28 Auszubildenden und zwei Lehrer des Berufsbildungszentrums Buenos Aires (BBZ) der Deutschen Schule Instituto Ballester mussten am 25. und 26. Juni dieses Jahres früh aufstehen, um ihren Flieger von Buenos Aires nach Mendoza zu bekommen. Frau Sandra Reckziegel, seit über 30 Jahren am BBZ für die Ausbildung im Bereich Datenverarbeitung und Programmierung zuständig, und ihre Gruppe trafen sich am Montag bereits um 04.00 Uhr morgens, für viele der Auszubildenden zu früh, um vorher ins Bett zu gehen. Die Gruppe um Matthias Gaede, Fachbereich Groß- und Außenhandel, zog es vor bereits am Sonntag anzureisen und nicht ganz so früh aufzustehen.


- Schlachtfest der Donauschwaben. Traditionelle Feier in Villa Ballester / Essen und Tanzen. Von Marcus Christoph.
Buenos Aires (AT) - Es ist gute Tradition bei den Donauschwaben: Jedes Jahr am argentinischen Unabhängigkeitstag feiert der Verein aus Villa Ballester sein Schlachtfest. Auch diesmal fanden sich zahlreiche Teilnehmer in den Räumlichkeiten des Clubs in der Straße La Paz 650 (neue Nummerierung 3540) ein, um der traditionellen Feier beizuwohnen.


- Nach dem Regen, ... rief der Gulasch.
Schon vor vielen Jahren hatte der Schweizer Ruder-Klub die Austragung der jährlich zum Nationalfeiertag vom 9. Juli organisierten Langstreckenregatta übernommen. Sie trägt den Namen „Vuelta Isla Victoria“, da man diese dreieckförmige Insel mit Wende Backbord umrudern muss und danach den Wasserweg zurück zum Ziel antritt. Obwohl die Gewässer, die man durchruderte ruhig waren, zeigte sich das Wetter nicht gerade von der besten Seite und die Teilnehmer wurden vom Regen erwischt. Die 18 Kilometer lange Strecke wurde auch dieses Jahr in zwischen anderthalb Stunden für das schnellste Boot (Ruben Ensunza/CSF, Alejandro Gianazza/TBC, Pablo Pasman/CRA) und 2 Stunden 41 Minuten (die jüngsten Teilnehmerinnen allgemein, Padua Omella, Katia Casurriaga, Guillermina Perez vom Club Regatas Hispano-Argentino) zurückgelegt.

AUTO UND MOTOR
- Autofolien bieten Lackierung auf Zeit.
Oldenburg/Friedberg(dpa/tmn) - Wer sich mit seinem Auto optisch von der Masse abheben will, kann beispielsweise in eine Mattlackierung investieren. Immer öfter wird diese Optik durch Autofolien erzeugt. Denn eine komplette Mattlackierung ist nicht nur teuer: Der Effekt lässt mit der Zeit durch mechanische Beanspruchungen wie Waschanlagen auch nach und Reparaturen sind sehr aufwendig.

KULTUR
- Schmalz überzeugt Jury. Österreicher gewinnt renommierten Bachmann-Preis.
Klagenfurt (dpa) - Der österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz hat sich beim Wettlesen um den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Der Grazer konnte den mit 25.000 Euro dotierten Hauptpreis der 41. Tage der deutschsprachigen Literatur am Sonntag in Klagenfurt für sich entscheiden. Der 1985 geborene Theaterwissenschaftler, der als Kunstfigur auftritt und mit bürgerlichem Namen Matthias Schweiger heißt, überzeugte die Jury mit seinem inbrünstig vorgetragenem Text „mein lieblingstier heißt winter“. Das in Kleinbuchstaben geschriebene Stück ist leicht verständlich, ohne trivial zu wirken und sorgte für einige Lacher.


- Gute Laune, aber wenig Geld. Große Begeisterung in der Kulturhauptstadt Paphos. Von Takis Tsafos.
Paphos - Die Zyprer sind stolz. Zum ersten Mal haben die Inselbewohner eine Kulturhauptstadt Europas. Seit einem halben Jahr trägt die antike Hafenstadt Paphos gemeinsam mit der dänischen Stadt Aarhus diesen Titel. Die anfängliche Begeisterung hat zwar nach der ersten Halbzeit etwas nachgelassen - der Optimismus bleibt aber groß.


- Was tun in den Ferien? Breitgefächertes Veranstaltungsangebot für Kinder und Familien. Von Michaela Ehammer.
Buenos Aires (AT) - Die ersehnte Ferienzeit ist da! Doch es muss nicht immer nur ein Ausflug ins Kino sein. Verschiedene Museen und Einrichtungen in Buenos Aires bieten in den Winterferien ein breitgefächertes Veranstaltungsangebot für Kinder und Familien an. Hier ein kleiner Überblick.

WIRTSCHAFT
- Die Preise stiegen im Juni um 1,2%.
Der Index der Konsumentenpreise weist für Juni 2017 eine Zunahme von 1,2% aus, was 10,7% in sechs Monaten 2017 ausmacht, berichtet das Statistische Amt (INDEC). In 12 Monaten zum Juni beträgt die Zunahme 21,9%, wobei hier jedoch bis Dezember 2016 der Index für Groß Buenos Aires genommen wird, da der landesweite Index erst dieses Jahr berechnet wird. Im Mai 2017 lag die 12-Monatszunahme noch bei 25,4%.

WIRTSCHAFTSÜBERSICHT
- Die doppelspurige Konjunkturentwicklung.
Die wirtschaftliche Lage hat sich in den letzten Monaten leicht gebessert, so dass die Wirtschaftler, die die Konjunktur untersuchen, für dieses Jahr mit einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von 2,5% bis 3% rechnen. Das würde knapp ausreichen, um den Rückgang des vorangehenden Jahres auszugleichen. Ob 2017 nur eine kurze Aufwärtswelle aufweist, wie sie in den vergangenen Jahren mehrmals aufgetreten ist, die von einer neuen Rezession gefolgt wird, oder ob es der Beginn einer Erholung ist, die mehrere Jahre dauert, lässt sich vorerst nicht sagen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass eine Regierung, die prinzipiell vernünftig handelt, ohne Korruption und mit Eingliederung in die Welt, gute Bedingungen auf ein langfristiges Wachstum schafft, so dass die Stagnation, die per Saldo seit 2011 besteht, überwunden wird. Chinesische Wachstumsraten sollte man dabei jedoch nicht erwarten. Aber wenn es jedes Jahr in Folge 3% sind, bei einer Zunahme der Bevölkerung von 1,5% pro Jahr, dann ist es auch in Ordnung, umso mehr als viele qualitative Fortschritte hinzukommen dürften, von denen viele (Mehr Sicherheit, effektiver Umweltschutz, bessere Erziehung, Zugang zu einer menschenwürdigen Wohnung u.a.) wichtiger als die BIP-Zunahme sind.


- Eine effektive Bekämpfung der Steuerhinterziehung.
Die Regierungen, und besonders die für Steuern und Sozialabgaben zuständigen Beamten, weisen traditionell auf die hohe Hinterziehung hin, die in Argentinien besteht, tun aber dann nichts, um das Problem zu lösen. Man hat de Eindruck, dass sie einfach nicht wissen, wie sie dabei vorgehen müssten. Doch jetzt ist es das erste Mal, dass das Problem systematisch und von verschiedenen Seiten aus angegangen wird. Das Vorgehen gegen den Markt “La Salada”, wo Steuern und Sozialabgaben nur ausnahmsweise gezahlt wurden, ist ein Symbol für diese neue Politik.

Develop Cámara Argentino Alemana Cámara de Comercio Argentino Austríaca