In dieser Ausgabe, Freitag 15. Februar:

principal

TITELSEITE

Ende einer Ära bei Airbus
Aus für weltgrößten Passagierjet A380
Toulouse (dpa) - Airbus stellt die Produktion seines Riesenjets und Vorzeige-Flugzeugs A380 ein. Die letzte Auslieferung des weltgrößten Passagierjets sei für 2021 geplant, teilte der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern gestern in Toulouse mit. Grund für das Ende des Luftgiganten ist die schlechte Auftragslage - und eine Abbestellung der Großkundin Emirates. Auch in Deutschland werden Teile des Mega-Fliegers gefertigt. Das Aus für die Produktion hat Folgen für Beschäftigte hierzulande.

 

ARGENTINIEN

Geirrt
Mit selbstkritischen Tönen hat sich Mauricio Macri zu Wort gemeldet. In Sachen Inflation räumte der Staatschef ein, in der Vergangenheit vielleicht etwas zu optimistisch gewesen zu sein.

titular1
 

KULTUR

Gefeiert
Es soll ein Treffpunkt für Kultur und Unterhaltung werden: In Villa Urquiza feierte die „Terraza Joven“ ihre Neueröffnung. Das Angebot richtet sich an Menschen zwischen 25 und 45 Jahren.

titular2
 

WISSENSCHAFT

Gefunden
Einen sensationellen Fund haben Forscher im patagonischen Neuquén gemacht: Die Überreste eines Dinosauriers mit enormen Stacheln am Hals, die teilweise mehr als einen Meter lang waren.

titular3
 

SPORT

Gestrauchelt
Borussia Dortmund hat im ersten Akt der deutsch-englischen Festspiele den Einzug in das Viertelfinale der Champions League fast schon verspielt. Bei Tottenham Hotspur gab es ein 0:3.

titular4

line

Auch in dieser Ausgabe:

INTERNATIONALES
- Alle gegen einen. Katalanen lassen Sánchez fallen: Steht Spanien vor der Neuwahl?
Madrid (dpa) - Spanien steht nur acht Monate nach der Amtsübernahme des sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez wieder vor einer Neuwahl. Die katalanischen Unabhängigkeitsparteien, auf deren Unterstützung die Minderheitsregierung der PSOE im Parlament angewiesen ist, stimmten am Mittwoch mit den Konservativen und den Liberalen gegen den Haushaltsplan der Regierung. Damit wird Sánchez die eigentlich im Juni 2020 fällige Parlamentswahl Berichten zufolge vorziehen müssen.


- Säbelrasseln in Nahost. USA fordern Ausstieg aus Iran-Abkommen.
Warschau (dpa) - Die USA haben die Europäer eindringlich aufgefordert, das Atomabkommen mit dem Iran fallen zu lassen. US-Vizepräsident Mike Pence drohte Deutschland und anderen Verbündeten am Donnerstag in einer außergewöhnlich scharfen Rede auf der Nahost-Konferenz in Warschau sogar indirekt damit, ihnen sonst an anderer Stelle die Solidarität zu entziehen.

DEUTSCHSPRACHIGER RAUM
- Garant der Demokratie. Frank-Walter Steinmeier seit zwei Jahren Präsident.
Berlin (dpa) - Frank-Walter Steinmeier hat in Addis Abeba gerade erfahren, dass sein Regierungsflieger „Theodor Heuss“ wegen einer Panne nicht starten kann. Er sitzt auf der Terrasse des Hotels in der äthiopischen Hauptstadt und könnte ungehalten sein, verärgert. Aber er lächelt - ziemlich entspannt. Am 12. Februar 2017 ist Steinmeier zum Bundespräsidenten gewählt worden, und er lässt eigentlich keinen Zweifel daran, dass er sich wohl fühlt im höchsten Amt des Staates.

MEINUNG
- Die gebrochene Loyalität. Von Juan E. Alemann.
Die Kirchner-Korruption funktionierte gemäß den Regeln der Mafia. All die, die an einem konkreten Korruptionsfall beteiligt waren, sagten vor dem Richter das Gleiche aus: Sie hatten nie Schmiergelder gezahlt oder empfangen, und sie wussten sonst über den Fall gar nichts. Es war alles gelogen, aber weder der Staatsanwalt noch der Richter konnten dies nachweisen. Unangenehme Zeugen wurden bedroht, belästigt und gelegentlich sogar umgebracht. Das geschah auch bei Journalisten, wobei diese oft für ihr Schweigen oder eine falsche Darstellung der Tatsachen bezahlt wurden.


- Im Blickfeld: Zeichen setzen Von Antje Waldschmidt.
In der Haut der Spanier möchte man dieser Tage nicht stecken. Denn eines steht ihnen nicht bevor - rosige Zeiten. Die Nation ist tief gespalten: Einerseits die Verfechter der Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien, andererseits die Verteidiger ihrer Einheit. Und während in Madrid der Prozess gegen zwölf katalanische Separatisten läuft, muss die Regierung unter dem Sozialisten Pedro Sánchez wegen des Streits mit der Region womöglich Neuwahlen ansetzen. Die Situation ist vertrackt. Ein hartes Urteil könnte die Nation weiter spalten. Die spanische Demokratie vor eine Zerreißprobe stellen.

ARGENTINIEN
- CFK mit Antrag gescheitert. Ex-Präsidentin muss am 26. Februar auf Anklagebank.
Buenos Aires (AT/mc) - Rückschlag für Cristina Fernández de Kirchner: Die Ex-Präsidentin ist mit ihrem Anliegen gescheitert, die für den 26. Februar angesetzte mündliche Verhandlung zur Vergabe öffentlicher Bauten in der Provinz Santa Cruz zu verschieben. Dort soll die einstige Staatschefin auf der Anklagebank Platz nehmen. Untersucht wird, inwieweit ihre Regierung den mittlerweile inhaftierten Bauunternehmer Lázaro Báez bei Straßenbaumaßnahmen bevorzugt hat. Es geht um Staatsaufträge im Wert von 46 Milliarden Pesos. Es sollen Überpreise gezahlt worden sein. Cristina wird bezichtigt, eine „kriminelle Vereinigung“ geführt zu haben.

LATEINAMERIKA
- Grenzen bleiben weiterhin zu. Maduro bleibt hart, während sich die Depots für Hilfsgüter für Venezuela zunehmend füllen.
Caracas/Washington (dpa) - Inmitten der schweren Versorgungskrise in Venezuela erreichen immer neue Hilfslieferungen für die notleidende Bevölkerung die Sammelstellen. Am Donnerstag landete ein Flugzeug mit Hilfsgütern aus dem US-Außengebiet Puerto Rico in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá.

SPORT
- Bayern nutzen BVB-Patzer. Nur noch fünf Punkte Rückstand / „Club“ entlässt Trainer.
Berlin (dpa/mc) - Der FC Bayern München hat den spektakulären Patzer von Borussia Dortmund genutzt und den Rückstand auf den Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga auf fünf Zähler verkürzt. Die Münchner setzten sich am Samstagabend 3:1 (2:1) gegen den FC Schalke 04 durch und erhöhten damit den Druck auf den BVB im Titelrennen. Dortmund hatte zuvor eine 3:0-Führung gegen 1899 Hoffenheim noch aus der Hand gegeben und nur 3:3 (2:0) gespielt.


- 0:4-Pleite der DTB-Frauen.
Braunschweig (dpa/mc) - Abstiegskampf statt Titelhoffnung: Ohne Angelique Kerber und Julia Görges sind die deutschen Tennis-Damen im Fed Cup weit entfernt von der Weltspitze. Während sich die beiden Spitzenspielerinnen in Doha auf das topbesetzte WTA-Turnier vorbereiten, setzte es in der Erstrunden-Partie gegen Weißrussland eine 0:4-Pleite. „Das müssen wir erst mal verdauen“, sagte Teamchef Jens Gerlach am Sonntag in Braunschweig.


- Losglück für Bayern.
Berlin (dpa) - Rekordsieger FC Bayern München hat für das Viertelfinale des DFB-Pokals ein vermeintlich leichtes Los erwischt. Das Team von Trainer Niko Kovac erwartet dann den Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim. Zudem loste Handball-Nationalspieler Fabian Böhm am Sonntagabend in der ARD-“Sportschau“ zwei Bundesliga-Duelle aus. Der FC Schalke 04 empfängt den Bundesliga-Rivalen Werder Bremen, RB Leipzig gastiert beim FC Augsburg. Komplettiert wird die nächste Runde durch das Duell der Zweitligisten SC Paderborn und Tabellenführer Hamburger SV.

AUTO UND MOTOR
- Sicher wie in Mutterns Schoß. Startup entwickelt neues Airbagsystem für Motorradfahrer. Von Nicole Klostermann
Wohl fast jeder Autofahrer in Argentinien hat sich schon über die umherflizenden Motorräder geärgert. Gerade im Stadtverkehr von Buenos Aires wimmelt es vor Zweirädern, die manchmal aus jeder noch so kleinen Ecke schießen und sich scheinbar durch jede freie Lücke drängeln. Ohne Frage, Motorradfahren ist ein Genuß, kann aber auch gefährlich sein. Oft werden Motorradfahrer übersehen, was leider oft nicht glimpflich ausgeht.

HÜBEN & DRÜBEN
- Julia, die Mutter der Dichter. Thomas und Heinrich Mann verdanken ihr die Kreativität. Von Sibylle Peine.
Berlin - Die "Lust zu fabulieren", sei ein Erbe seiner brasilianischen Mutter, sagte Thomas Mann einmal. Der "romanische Einschlag" habe seinem "ganzen künstlerischen Schaffen unverkennbar seinen Stempel aufgedrückt". Der Zweitgeborene der Familie Mann hielt sich zugute, Mutters Liebling zu sein. Fest steht, dass beide Schriftstellerbrüder - Thomas wie auch Heinrich Mann - ihrer kreativen Mutter viel zu verdanken haben.


- Gespräch mit dem Leiter des „Hauses der Wannseekonferenz“. Von Kim Radestock und Mika Soriano Eupen.
Buenos Aires (AT) - Dr. Hans-Christian Jasch wartet lächelnd in einem Café in Palermo. Dass er nur knapp zwei Stunden vorher nach fast 14 Stunden Flug in Ezeiza aus einer Lufthansa-Maschine ausstieg, ist schwer zu glauben. Doch nun sitzt der Direktor der Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannseekonferenz“ in Buenos Aires, bestellt einen Milchkaffee mit Medialunas, und beginnt zu erzählen.

WISSENSCHAFT
- Vom Fälschen und Erwischt werden. Der ewige Kampf gegen die Produktpiraten. Von Christian Ebner und Stephen Wolf.
Frankfurt/Darmstadt (dpa) - Es gibt nichts, was nicht abgekupfert werden kann - diesen Eindruck hat man auch auf der am letzten Freitag eröffneten Konsumgütermesse „Ambiente“ in Frankfurt.

GEMEINSCHAFTEN
- Auszeichnung für Hartmut Koschyk. Sein unermüdlicher Einsatz für Heimatvertriebene wird belohnt.
Wien - Der ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten sowie langjährige Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk, ist vom Österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ ausgezeichnet worden. Dieses ist die wichtigste staatliche Ehrung, die gegenwärtig in Österreich vergeben wird. Sie wurde mit dem Bundesgesetzt vom 2. April 1952 durch den Österreichischen Nationalrat gestiftet. Die Verleihung erfolgte im „Haus der Heimat“ des Verbandes der Deutschen Altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ) in Wien durch die Staatssekretärin im Österreichischen Innenministerium Karoline Edtstadler.

KULTUR
- Die Zeiten ändern sich. Dürfen Netflix und Co. auf Filmfestspielen in den Wettbewerb?
Berlin – Waren Filmfestspiele bislang traditionell ein exklusives Terrain für in Kinos veröffentlichte Filme, geht auf der Berlinale mit „Elisa und Marcela“ nun ein Beitrag ins Rennen, der zunächst vornehmlich beim Online - Streamingdienst „Netflix“ gezeigt wird.


- Blut und Ekel. „Der Goldene Handschuh“: Fatih Akin und der Serienmörder.
Berlin - Die Karriere von Fatih Akin ist bemerkenswert. Seit seinem Erfolg mit dem wuchtigen Drama „Gegen die Wand“ vor 15 Jahren legt der Hamburger Regisseur immer wieder sehr unterschiedliche Werke vor. Sie reichten vom unterhaltsamen Roadmovie „Tschick“ über zwei ausgerissene Jugendliche bis zum NSU-Drama „Aus dem Nichts“, das politische Versäumnisse thematisierte - und wofür er in Hollywood sogar einen Golden Globe gewann. Nun betritt Akin Neuland: „Der Goldene Handschuh“ ist sein erster Horrorfilm. Und der hat es in sich.

WIRTSCHAFT
- Argentinische Präsenz auf der Messe Fruit Logistica.
Vom 6. bis 8. Februar 2019 hat die Fruit Logistica auf dem Messegelände der Messe Berlin stattgefunden. Zu diesem jährlichen Mega-Event trafen sich mehr als 3.200 Aussteller auf der weltweit größten Fachmesse für Obst und Gemüse, Logistik und Transport.


- Staatsschuld wegen Abwertung von 57% auf 95% des BIP gestiegen.
Die UNO-Kommission für Lateinamerika und die Karibik, als CEPAL bekannt, hat ermittelt, dass die Staatsverschuldung Argentiniens infolge der starken Abwertung des Jahres 2018 stark zugenommen hat, eben weil 75% der Staatsschuld in Dollar u.a. Wahrungen besteht, und nur 25% in Pesos, wobei ein Teil dieser Schuld wertberichtigt ist. Zwischen Mitte 2017 und Mitte 2018 ist die Staatsschuld, bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt um 20 Prozentpunkte gestiegen. Doch im 2. Halbjahr 2018 fand eine weitere Zunahme statt, so dass man per Ende 2018 auf 97,7% gerät. Doch in absoluten Werten erreichte die Staatsschuld per Ende September 2018 u$s 308 Mrd, gegen u$s 321 Mrd. ein Jahr zuvor.


- Deutschland mit neuem Exportrekord.
Deutschlands Exportwirtschaft hat 2018 das fünfte Rekordjahr in Folge erzielt. Handelspolitische Stürme und die Unwägbarkeiten des Brexits hinterließen allerdings Spuren, das Wachstumstempo verlangsamte sich deutlich. Die Ausfuhren von Waren „Made in Germany“ legten um 3,0% auf E 1317,9 Mrd. zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2017 waren die Exporte noch um 6,2% gestiegen. Vor allem zum Jahresende bekamen die Exporteure Gegenwind zu spüren.

WIRTSCHAFTSÜBERSICHT
- Auf der Suche nach einem Wirtschaftsprogramm. Von Juan E. Alemann.
Präsident Mauricio Macri hat in der Vorwoche eine Runde von Besprechungen mit angesehenen Wirtschaftlern eingeleitet, mit dem Ziel, ein Programm zu haben, dass die Überwindung der schlechten Konjunktur erlaubt und in einer eventuellen zweiten Amtszeit als Richtlinie dient. Allgemein besteht der Eindruck, dass es kein Programm gibt, und dass improvisiert wird. Wir haben diesen Standpunkt an dieser Stelle eingehend erklärt. Und viele Politiker sprechen von der Notwendigkeit einer überparteilichen Einigung bezüglich der Wirtschaftspolitik, womit sie im Grunde meinen, dass die Härten, die für eine Überwindung der strukturellen Krise und ein dauerhaftes Wachstum notwendig sind, von allen großen Parteien getragen und nicht durch die politische Diskussion verhindert werden. Es ist auf alle Fälle positiv, dass sich Macri Zeit nimmt, um über Wirtschaft und Wirtschaftspolitik nachzudenken, und sich dabei auch beraten lässt.


- Großer Fortschritt bei der Riachuelo-Sanierung. Von Juan E. Alemann.
Der Riachuelo-Fluss, der zwischen der Stadt und der Provinz Buenos Aires bis zum Rio de la Plata fließt, ist eine offene, stinkende und verseuchte Kloake. Ein Riesenproblem, mit dem die bisherigen Regierungen nicht fertig geworden sind. Unter der Militärregierung wurden allerlei Objekte, die sich im Flussgrund befanden, entfernt. Es handelte sich um versenkte Schiffe, Automobile u.a. Daraufhin floss das Wasser schneller, aber ohne das Grundproblem zu lösen. Unter der Regierung von Alfonsín geschah überhaupt nichts, und unter der von Menem wurde María Julia Alsogaray mit der Aufgabe betraut, den Fluss zu reinigen, was sie kurzfristig in Aussicht stellte. Sie konnte jedoch nicht viel machen, weil die Bürgermeister der Provinzbezirke der Gegend, besonders Lanús und Avellaneda, nicht bereit waren, den Industriebetrieben zu verbieten, ihre Abwässer in den Riachuelo zu leiten. Denn dann hätten sie die Betriebe schließen müssen, weil es keine Alternative zum Riachuelo gab. Unter den Kirchner-Regierung geschah überhaupt nichts. Die Macri-Regierung war die erste, die eine echte Lösung in Angriff genommen hat, mit der das Problem in einigen Jahren gelöst wird. 2017 wurden die Arbeiten begonnen, für die die Weltbank einen Kredit von u$s 1,2 Mrd. bereitgestellt hat. Jetzt ist etwa die Hälfte schon vollendet.

Cámara Argentino Alemana Cámara de Comercio Suizo Argentina Cámara de Comercio Argentino Austríaca Festo Develop