In dieser Ausgabe:

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TITELSEITE

Terror in London
Aufarbeitung nach dem Schock / IS bekennt sich
London (dpa/mc) - Am Tag nach dem Anschlag in London dröhnen noch die Hubschrauber über der Stadt. Die Fahnen wehen auf halbmast. Im Fernsehen ist zu sehen, wie Ermittler in weißen Overalls auf den Knien jeden Zentimeter des Tatorts auf dem Parlamentsgelände und auf der Westminister-Brücke davor nach Spuren absuchen. Premierministerin Theresa May spricht am Mittag im Parlament. Sie gibt sich kämpferisch. „Ein Terrorakt gestern war darauf gerichtet, unsere Demokratie zum Schweigen zu bringen“, sagt sie. Ihre Antwort: „Wir haben keine Angst“.

 

ARGENTINIEN

Bedenklich
Die Schere zwischen der Qualität der kostenpflichtigen Privatschulen und den öffentlichen Schulen geht immer weiter auseinander. Dies zeigt die Studie „Aprender“, die Präsident Macri vorstellte.

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DEUTSCHLAND

Beherzt
Mit einer hoch engagierten Rede hat Frank-Walter Steinmeier sein Amt als Bundespräsident angetreten. Dabei wies er die Nazi-Vergleiche des türkischen Staatschefs Erdogan zurück.

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KULTUR

Belohnt
Die Leipziger Buchmesse ist gestern eröffnet worden. Bei dem Festakt wurde der Franzose Mathias Énard für seinen Roman „Kompass“ mit dem Preis zur Europäischen Verständigung geehrt.

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SPORT

Begeistert
Ein Tschö mit Knalleffekt! Lukas Podolski krönte sein Abschiedsspiel in der Nationalmannschaft mit einem Traumtor zum 1:0-Sieg im Testspiel gegen England. Es war sein 130. Länderspiel.

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Auch in dieser Ausgabe:

INTERNATIONALES
- Trumps schwarzer Montag. FBI-Untersuchung zu Russland / Obama-Vorwürfe entkräftet.
Washington (dpa) - Wie eine dunkle Wolke hängt das Thema Russland seit Monaten über dem Weißen Haus. Am Montag schlug der Blitz ein. Zwei Mal. Das FBI bestätigt: Ja, wir untersuchen, ob es Verbindungen von Donald Trumps Wahlkampfteam mit Russland gab. Und: Nein, man habe keinerlei Informationen, die Trumps Abhörvorwürfe an die Adresse seines Vorgängers Barack Obama belegten. Bohrende Fragen zu Russland haben Trumps Präsidentschaft schon vor ihrem Beginn beeinträchtigt. Jetzt sind sie geeignet, sie ernsthaft zu beschädigen.


- Inakzeptables Vorgehen. Erdogan droht Europäern / Kritik an Merkel.
Ankara (dpa) - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Europäer erneut angegriffen und vor einer weiteren Eskalation des Streits mit seinem Land gewarnt. „Wenn ihr euch weiterhin so benehmt, wird morgen kein einziger Europäer, kein einziger Westler auch nur irgendwo auf der Welt sicher und beruhigt einen Schritt auf die Straße setzen können“, sagte er am Mittwoch in Ankara. „Wenn ihr diesen gefährlichen Weg beschreitet, werdet ihr selbst den größten Schaden davon nehmen.“ Erdogan rief die europäischen Länder dazu auf, „Demokratie, Menschenrechte und Freiheiten zu respektieren“.

MEINUNG
- CFK im Visier.
Acht Jahre regierte Cristina Elisabet Fernández de Kirchner als gewählte Präsidentin Argentiniens. Ihre zweite Amtszeit gewann sie mit 54 Prozent der Stimmen. Sie hat es fertig gebracht, die argentinische Demokratie mit einem entschieden autoritären Geschmack zu versehen. Die Gewaltenteilung, wie sie in der Verfassung von 1853 vorgesehen ist, wurde zugunsten der Exekutive verletzt. Im Kongress beherrschte sie eigene Mehrheiten in beiden Kammern. Gesetzesprojekte konnten nicht frei diskutiert werden, wenn die Präsidentin sofortige Verabschiedung ihrer Gesetzesvorlagen forderte und durchsetzte. Daher kam die damalige Beschreibung des Kongresses als ein Amt eines Notars, spanisch „escribanía“, der nur beglaubigte, was ihm vorgelegt wurde. Die Justiz wurde gegängelt. Notorische Korruptionsfälle wurden entweder nicht behandelt oder hinausgezogen, alles auf direkte Anweisungen der Präsidentin.


- Im Blickfeld: Keine Signalwirkung. Von Stefan Kuhn.
Vielleicht ein bisschen Testwahl, mehr nicht. Wenn am Sonntag im Saarland ein neues Landesparlament gewählt wird, hat das kaum Signalwirkung auf die Bundestagswahlen im September. In einem halben Jahr kann schließlich so einiges passieren. Die Landtagswahl ist vor allem ein Test für die Demoskopen, denn die Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD voraus.

HINTERGRUND
- Freiheit, Verantwortung, christliche Werte. Bundespräsident Gauck mit großem Zapfenstreich verabschiedet. Von Thomas Lanig.
Berlin - Es war ein Abschied ganz nach Gaucks Geschmack. Wehmut und ein bisschen Nostalgie, aber auch Genugtuung und Zufriedenheit schwebten über dem Park von Schloss Bellevue, als das Stabsmusikkorps der Bundeswehr für Joachim Gauck zum Großen Zapfenstreich aufspielte. Fackelträger säumten den Weg, die Prominenz der Berliner Politik, Diplomaten, aber auch geladene Bürger nahmen ihre Plätze ein.


- Angie trifft Don - Szenen einer Begegnung. Von Ivonne Marschall.
Der Handschlag, den es nicht gab: Im Oval Office gab es kein nochmaliges Händeschütteln für die Kameras, obwohl Fotografen darum baten und Trump sonst oft ausgiebigem Körperkontakt mit Staatsgästen, pflegt, obwohl er laut eigener Aussage große Angst vor Bakterien hat. Als auch die Kanzlerin den Präsidenten nach einem Händedruck fragte, reagierte Trump nicht, sondern starrte geradeaus. Hat er Merkel überhört, ignoriert oder gar brüskiert, fragte sich das Netz. „Das war so peinlich, ich bin gestorben, als ich es gesehen habe“, twitterte eine US-Journalistin.


- Mister 100 Prozent. Martin Schulz zum SPD-Chef gewählt.
Mehr Schulz geht nicht. Mit dem historisch besten Ergebnis von 100 Prozent schickt die SPD den Mann aus Würselen ins Rennen gegen die Kanzlerin. Inhalte? Schulz macht es mit Bauch und Gefühl. Tränen fließen in Berlin dann auch noch.

ARGENTINIEN
- Deutsche Hilfe bei Zugprojekten. Staatssekretär Bomba (CDU) zu Besuch in Buenos Aires.
Buenos Aires (AT/mc/dpa) - Die deutsche Bundesregierung will sich stärker in Verkehrsprojekten in Argentinien und anderen lateinamerikanischen Ländern engagieren. Dies wurde deutlich beim Besuch des deutschen Verkehrsstaatssekretäs Rainer Bomba (CDU), der mit einer 40-köpfigen Delegation von Wirtschaftsvertretern aus Deutschland und der Schweiz in Buenos Aires weilte. Bolivien, Peru, Paraguay und Uruguay waren weitere Stationen der Arbeitsreise.

SPORT
- Riesenschritt für Bayern. Müller trifft wieder / Leipzig strauchelt.
Mönchengladbach (dpa/mc) - Mit seinem ersten Bundesliga-Tor in diesem Jahr hat Bayern-Jubilar Thomas Müller den Klassiker gegen Borussia Mönchengladbach entschieden. In seinem 250. Ligaspiel für die Münchner sorgte der Fußball-Weltmeister am Sonntag in der 63. Minute für den 1:0 (0:0)-Siegtreffer. Auf dem Weg zum 27. Meistertitel enteilt der FC Bayern der Konkurrenz mit großen Schritten. Der seit 19 Pflichtspielen unbesiegte Rekordmeister baute den Vorsprung an der Tabellenspitze vor RB Leipzig damit auf 13 Punkte aus. In diesem Tempo können sich die Bayern den Titel noch vor Ostern sichern.


- Federer triumphiert.
Indian Wells (dpa/mc) - Roger Federer hat das Tennis-Turnier in Indian Wells gewonnen. In einem Schweizer Finale besiegte der 35 Jahre alte Superstar am Sonntag den an Nummer drei gesetzten Stan Wawrinka in 81 Minuten mit 6:4, 7:5 und holte sich zum fünften Mal den Titel beim mit 6,9 Millionen US-Dollar dotierten ATP-Event in der kalifornischen Wüste.


- Seriensieger Frenzel.
Schonach (dpa/mc) - Eric Frenzel schnappte sich schon lange vor dem Ziel die deutsche Fahne und feierte seine einmalige Leistung mit einem Jubelschrei. Zum fünften Mal in Serie holte sich der Olympiasieger am Sonntag in Schonach den Gesamtweltcup in der Nordischen Kombination - eine Leistung, die vor ihm noch keinem Kombinierer gelungen ist. Der 28-Jährige siegte auch in beiden Rennen beim Weltcup-Finale, schaffte damit seinen zehnten Erfolg in diesem Winter und den 41. in seiner Karriere. 1734 Punkte in 21 Wettbewerben einer Weltcup-Saison bedeuten zudem ebenfalls Rekord.

HÜBEN & DRÜBEN
- Warte, warte nur ein Weilchen. Hamburger Kunsthalle zeigt Ausstellung „WARTEN. Zwischen Macht und Möglichkeit“. Von Nicole Büsing & Heiko Klaas.
Hamburg (AT) - Fünf Minuten, zehn Minuten, eine Viertelstunde. Warten gehört zum Alltag. Egal ob im Feierabendstau, an der Bushaltestelle, beim Check-in am Flughafen oder - der Klassiker - beim Hausarzt im Wartezimmer voller schniefender und dauerhustender Patienten. Wir alle kennen dieses enervierende Gefühl, diesen unproduktiven Zwischenzustand im minutiös durchgetakteten Tagesablauf.


- „Refugees“ - Herlinde Koelbl dokumentiert Zeitgeschichte. Von Sabine Dobel.
Zwischen Hoffnung und Resignation, Aufbruch und Stagnation: Die Fotografin Herlinde Koelbl ist wochenlang durch Flüchtlingscamps gereist, um den Alltag der Menschen dort mit der Kamera einzufangen.

WISSENSCHAFT
- Rätsel der Klimageschichte. Auf der Suche nach dem ältesten Eis der Erde. Von Janet Binder.
Bremerhaven - Wer im ewigen Eis in der Ostantarktis forscht, hat mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen. Das gilt umso mehr, wenn Wissenschaftler ihre Station verlassen und weit entfernt ein provisorisches Camp aufschlagen, um dort zu messen und im Eis zu bohren. Die letzte Expedition des Bremerhavener Glaziologen Tobias Binder machte solch ein Lager für 16 Teilnehmer erforderlich. „Die größte Herausforderung war die Enge in den Biwakschachteln“, sagt der 31-Jährige. Einige schliefen sogar im Pistenbully. Probleme bereiteten auch die Messgeräte, die keine Minusgrade mögen.


- Kraftstoffe aus Sonnenlicht. Mit künstlicher Super-Sonne zum Solar-Treibstoff. Von Elke Silberer.
Jülich - Die künstliche Super-Sonne scheint nicht vom Himmel, sondern in einem Gebäude. Der Sonnensimulator heißt „Synlight“ und steht in Jülich bei Aachen. Selbst die indirekte Strahlung von den Wänden ist noch so stark, dass der Mensch sie nur etwa eine Sekunde lang aushalten könnte. Gebündelt auf einen kleinen Fleck ist die Lichtintensität so groß, als würde sie von 10.000 Sonnen kommen. Die strombetriebene Hochleistungs-Sonne des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) ging am gestrigen Donnerstag in Betrieb.


- Beliebte Kügelchen. Was hinter homöopathischen Arzneien steckt. Von Teresa Nauber.
Buchloe/Köln - Eine starke Wirkung ohne unerwünschte Nebenwirkungen - davon träumen viele Patienten. Es gibt Arzneien, die das tatsächlich versprechen: winzige Kügelchen, sogenannte Globuli. Streng genommen enthalten sie meist gar keinen Wirkstoff. Trotzdem hat weit mehr als jeder zweite Deutsche einer repräsentativen Allensbach-Umfrage zufolge schon mal homöopathische Arzneien - in Form von Kügelchen oder Tropfen - geschluckt. Neun von zehn Anwendern berichten, dass sie zumindest manchmal geholfen haben - gegen Erkältung, Schmerzen, sogar schwere chronische Krankheiten. Wie lässt sich das erklären? Und warum vertrauen so viele Menschen auf Homöopathie?


- Müll-Polizei in Wien. 5500 Strafen für Kippen und Kot. Von Fabian Schäfer.
Wien - Die langen blonden Locken verdecken fast die Aufschrift auf der Weste der hauptberuflichen Aufpasserin. „Waste Watcher“ steht dort in Großbuchstaben. Diesmal ist die Angestellte der Stadt Wien bewusst nicht in Zivil unterwegs, um Müllsünder aufzuspüren. „Die Uniform flößt schon mehr Respekt ein“, so ihr Eindruck.

AUSFLÜGE UND REISEN
- Tipps für Partygänger. Trendige Ideen für Nachtschwärmer. Von Michaela Ehammer.
Buenos Aires (AT) - An aufregenden Partys fehlt es Buenos Aires ganz bestimmt nicht, für jeden Geschmack und an jedem Wochentag findet sich etwas. Doch was ist gerade im Trend? Um Buenos Aires’ grandioses Nachtleben auf einem neuen Niveau erleben zu können, findest Du nachfolgend angesagte Party-Tipps, die gute Laune und viel Abwechslung versprechen.

KULTUR
- „Schreiben ist das Wichtigste“. Autor Martin Walser wird 90 Jahre alt.
Überlingen - Was Martin Walser über seinen 90. Geburtstag denkt, behält er wohl am liebsten für sich. Als er unlängst in einem Interview des Fernsehsenders SWR von Moderator Denis Scheck darauf angesprochen wird, gibt sich der Autor vom Bodensee gänzlich unbeeindruckt. Er feiere eher seinen Namenstag am 11. November, sagt Walser. „Aber Geburtstag? Lassen wir‘s. Ich brauch‘s nicht.“ Trotzdem wird es am 24. März wohl zahlreiche Ehrungen und Glückwünsche geben - denn mit Martin Walser feiert einer der bedeutendsten deutschen Gegenwartsschriftsteller seinen Ehrentag.


- Beklagenswerte Realität. Mit dem Stück „Tomar la fábrica“ auf der Suche nach Träumen. Von Michaela Ehammer.
Buenos Aires (AT) - Was passiert, wenn sich zwei arbeitslose Schauspieler treffen? Sie schwelgen in Erinnerungen und hängen verflossenen Träumen nach. In Zeiten, wo alles noch besser zu sein schien. Doch je mehr sie sich in diesen Träumen verfangen, desto schwieriger wird das Aufwachen in der tristen Realität.


- Goethe im Dreivierteltakt. „FAUSTO tras el espejo“ im Theater Hasta Trilce.
Die Kompanie „Reve Rouge dance company“ präsentiert ihr neuestes Stück „FAUSTO tras el espejo“, eine Bühnenbearbeitung von Goethes Faust für zwei Tangotänzer und einen modernen Tänzer.

WIRTSCHAFT
- „Wirtschaftsweise“: Deutsche Konjunktur im Aufschwung.
Die Top-Wirtschaftsberater der Bundesregierung stellen der deutschen Konjunktur ein gutes Zeugnis aus. Trotz politischer Unsicherheiten rund um den Globus bleibt Europas größte Volkswirtschaft nach ihrer Einschätzung klar auf Wachstumskurs: „Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Frühjahr 2017 im Aufschwung.“ Für dieses Jahr korrigierten die „Wirtschaftsweisen“ ihre Prognose am Montag leicht nach oben. Sie rechnen nun mit einem Wachstum von 1,4%.


- Die geplante Eisenbahn vom Atlantik zum Pazifik.
Seit 2016 wird geplant und verhandelt, nun soll Schwung hereinkommen in das Jahrhundertprojekt einer Eisenbahn vom Atlantik, in Brasilien, zum Pazifik in Peru. Treiber ist Bolivien - um unabhängig zu werden von Chiles Häfen.


- EU-Kommission will riskante Kreditvergaben in Europa verhindern.
Die EU-Kommission will europäische Banken robuster machen. Unter anderem müssten Geldinstitute künftig verbindliche Verschuldungsquoten einhalten, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Damit soll verhindert werden, dass sie übermäßig Kredite vergeben, ohne über die nötigen Mittel dafür zu verfügen. Kleineren Instituten will die Kommission allerdings mehr Spielraum offen lassen.


- Acht argentinische Multimillionäre.

WIRTSCHAFTSÜBERSICHT
- Der Großangriff auf Macri und seine Regierung.
In den letzten Wochen hat der angeblich soziale Protest allgemein explosiv zugenommen. Ein lang dauernder Lehrerstreik, eine von der Gewerkschaftszentrale, der CGT, organisierte Massenkundgebung, plus unzählige Massenkundgebungen in der Gegend um den Obelisken und Umgebung, die den Verkehr auf der “9 de Julio” u.a. Straßen total gehemmt und chaotische Zustände herbeigeführt haben, und schließlich die Ankündigung eines Generalstreiks am 6. April, den die CGT angeordnet hat und dem sich auch die andere Zentrale, die CTA, angeschlossen hat. All dies vermittelt den Eindruck eines chaotischen Zustandes, dem die Regierung machtlos gegenüber steht. Dabei sollte man jedoch berücksichtigen, dass sich die Kundgebungen auf einen bestimmten Bereich der Bundeshauptstadt beschränken und ihre politische Bedeutung eigentlich nur durch die ständigen Fernsehübertragungen erhalten.


- Die komplexe Beschäftigungsproblematik.
Das statistische Amt hat in der Vorwoche bekanntgegeben, dass die Arbeitslosigkeit im 4. Quartal 2016 auf 7,6% der aktiven Bevölkerung (diejenigen, die arbeiten, plus diejenigen, die keine Arbeit haben, aber eine haben wollen) gefallen ist. Im 3. Quartal 2016 lag der Koeffizient noch bei 8,5%, und im 2. Quartal bei 9,3%. Die Tendenz wäre somit abnehmend, was positiv ist. Doch wenn man näher hinschaut, dann erkennt man, dass die Abnahme darauf zurückzuführen ist, dass sich weniger Menschen, die keine bezahlte Beschäftigung haben, bemüht haben, eine zu erhalten. Denn die aktive Bevölkerung lag Ende 2016 bei 45,3%, gegen 46% in den zwei vorangehenden Quartalen, und die beschäftigte Bevölkerung lag bei 41,9% der Gesamtbevölkerung, gegen 42,1% im vorangehenden Quartal und 41,7% im zweiten Quartal 2016. Normal wäre indessen für Argentinien, gemäß internationalen Parametern, eine aktive Bevölkerung von über 50%. Im Grunde besteht somit eine hohe verkappte Arbeitslosigkeit, die völlig ignoriert wird.

Develop Cámara Argentino Alemana Cámara de Comercio Argentino Austríaca