In dieser Ausgabe, Donnerstag 18. April 2019:

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TITELSEITE

Inferno von Notre-Dame
Frankreich will den Wiederaufbau
Paris (dpa) - Frankreich zeigt sich nach der Brandkatastrophe von Notre-Dame entschlossen, die jahrhundertealte Kathedrale in Paris wieder aufzubauen. Premierminister Édouard Philippe rief am Dienstag eine Ministerrunde zusammen, um darüber zu beraten. Zuvor hatte Staatspräsident Emmanuel Macron über Frankreich hinaus zu Spenden aufgerufen. Das Feuer vom Montagabend hatte die Kathedrale - wichtiges Wahrzeichen der französischen Hauptstadt und ein jährlich von Millionen Menschen besuchter Touristenmagnet - stark zerstört. Der Brand löste zugleich eine Welle der Hilfsbereitschaft aus.

 

ARGENTINIEN

Mitteilsam
Er sehe sich als gemäßigte Alternative zu den Extremen, so Roberto Lavagna im Pressegespräch. Der ehemalige Wirtschaftsminister hat derzeit Ambitionen, Präsidentschaftskandidat zu werden.

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HÜBEN UND DRÜBEN

Enthaltsam
Die Zeit zwischen Karneval und Ostern ist traditionell Fastenzeit. Die AT-Mitarbeiterinnen Nicole Klostermann und Antje Waldschmidt nahmen dies zum Anlass für einen asketischen Selbstversuch.

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KULTUR

Unterhaltsam
Ein besonderes Theatererlebnis ist derzeit im Teatro Sarmiento zu sehen: „Para partir“ heißt das tiefgründige, humorvolle, poetische und doch temporeiche Stück von Ignacio Sánchez Mestre.

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SPORT

Unaufhaltsam
Der FC Bayern präsentiert sich weiter meisterlich. Mit einem souveränen 4:1-Sieg bei Fortuna Düsseldorf eroberten die Münchener die Spitze zurück und liegen einen Punkt vor dem BVB.

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Auch in dieser Ausgabe:

INTERNATIONALES
Bei Spiderman zur Wahl
Indonesiens Präsident Joko Widodo vor zweiter Amtszeit
Jakarta (dpa/nk) - Indonesien wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch in den nächsten fünf Jahren vom bisherigen Präsidenten Joko Widodo regiert. Bei der Wahl im weltweit bevölkerungsreichsten muslimischen Land lag der amtierende Staatschef am Mittwoch klar vor seinem Herausforderer Prabowo Subianto. Der 57-Jährige kam nach übereinstimmenden Prognosen verschiedener Forschungsinstitute auf etwa 55 Prozent. Für den nationalistischen Ex-General (67) stimmten etwa 44 Prozent.


Darf man das noch sagen dürfen?
Pressefreiheit in Europa hat sich verschlechtert
Berlin (dpa) - Die Lage der Pressefreiheit in Europa hat sich aus Sicht von Reporter ohne Grenzen verschlechtert. „Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten“, erklärt die Organisation in ihrem Bericht zur Rangliste der Pressefreiheit 2019.

DEUTSCHSPRACHIGER RAUM
Breitseite auf Österreichs Kanzler
Ex-Parteichef packt aus
Wien - Für Österreichs Kanzler Sebastian Kurz ist es eine politische Ohrfeige besonderer Güte, da sie aus der eigenen Partei kommt. Der ehemalige Vizekanzler und Ex-ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner sieht das Land mit der neuen rechtskonservativen Regierung gefährlich abdriften. Die Alpenrepublik sei auf dem Weg, „von einer liberalen Demokratie, die wir einmal hatten, zu einer autoritären Demokratie, die wir derzeit sind oder sein werden“, sagte der 63-jährige ehemalige Spitzenpolitiker der Konservativen bei der Vorstellung seines autobiografischen Buches am Mittwoch in Wien. Das Land werde umgebaut und dabei werde immer mehr Macht in die Hauptstadt verlagert, so Mitterlehner. Zwei Jahre nach seinem Rücktritt als Parteichef stellte Mitterlehner seinen Nachfolger Kurz umfassend ins Zwielicht. Der heute 32-jährige Regierungschef habe sich auf illoyale und höchst strategische Art und Weise seinen Weg an die Macht geebnet. Jahrelang habe Kurz die Machtübernahme unter dem Titel „Projekt Ballhausplatz“ - dort befindet sich das Kanzleramt - detailreich vorbereitet. Normale Intrigen, normale Indiskretionen würde er nicht einmal mit einem Wimpernzucken quittieren, aber das Team um den heutigen Kanzler habe schon seit 2014, als er Parteichef geworden sei, an seiner Ablösung gearbeitet, meinte Mitterlehner. „Es war also nicht die Frage des „ob“, sondern nur die Frage des Zeitpunkts.“

MEINUNG
Die Macht der Gouverneure
Von Juan E. Alemann
Die politische Entwicklung auf nationaler Ebene hat den Gouverneuren einen größeren Spielraum gegeben. Sie füllen das Vakuum aus, das der Gegensatz zwischen Macri und Cristina hinterlässt, nachdem es nicht gelingt, einen Kandidaten für diejenigen aufzustellen, die von Macri enttäuscht sind und auch keine Sympathie zu Cristina haben. Die Meinungsumfragen ergeben, dass sich die Wählerschaft etwa in drei nicht sehr unterschiedliche Gruppen teilt, wobei die Dritte, die noch nicht mit Klarheit auftritt, eine gute Möglichkeit hat, stark zu wachsen.


Im Blickfeld: Der Antiheld
Von Stefan Kuhn
Es fällt schwer, den Mann zu mögen. Vermutlich hält sich auch deshalb das Mitgefühl über sein Schicksal in Grenzen. Julian Assange ist weder links noch rechts, er hält sich für einen Demokraten und kungelt mit Autokraten, er hält Hof wie ein Pascha und fühlt sich von aller Welt verfolgt. Das einzig Authentische an ihm ist seine Exzentrizität.

HINTERGRUND
Notre-Dame
Buenos Aires (dpa/mse) - Die Pariser Kathedrale Notre-Dame ist weltberühmt und gehört zu den Top-Touristenattraktionen der französischen Hauptstadt. Jährlich wird sie von Millionen Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Seine-Insel Île de la Cité. Sie zählt seit 1991 zum Weltkulturerbe der Unesco. Die Geschichte der Kathedrale reicht bis ins Jahr 1163 zurück.

ARGENTINIEN
Kooperation in Wissenschaft und Forschung
Staatssekretär Barañao zu Gast in Deutschland
Buenos Aires (AT) - Argentinien und Deutschland wollen ihre Zusammenarbeit auf den Feldern von Wissenschaft und Forschung weiter ausbauen. Dies wurde deutlich beim Besuch des argentinischen Staatssekretärs für Wissenschaft, Technologie und produktive Innovation, Lino Barañao, in Deutschland. Gemeinsam mit Thomas Rachel, dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), unterzeichnete Barañao eine entsprechende Absichtserklärung.

LATEINAMERIKA
US-Regierung geht gegen Kuba vor
Europäische Union und Kanada protestieren
Washington/Brüssel (dpa) - Die US-Regierung erhöht den Druck auf die kommunistische Regierung in Kuba. US-Außenminister Mike Pompeo kündigte am Mittwoch in Washington an, US-Bürger bekämen ab dem 2. Mai die Möglichkeit, gegen ausländische Unternehmen zu klagen, die Eigentum nutzen, das nach der Revolution 1959 enteignet wurde. Er warf der kubanischen Führung vor, ihre Bevölkerung zu unterdrücken und Gewalt in andere Staaten der Region zu exportieren. Vor allem stört sich die US-Regierung an der Unterstützung aus Havanna für Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro. Die EU und Kanada kritisierten die Ankündigung scharf und drohten mit Gegenmaßnahmen. Sie befürchten Konsequenzen für Unternehmen oder Bürger aus Europa und Kanada.


Harter Kampf um Land und Wasser
Brasiliens indigene Völker in Gefahr
Brasília (dpa) - Die Konflikte um Wasser, Land und Arbeitsbedingungen im ländlichen Brasilien haben im vergangenen Jahr einer katholischen Organisation zufolge fast eine Million Menschen betroffen. Die Anzahl der Opfer der Auseinandersetzungen sei in Jahresfrist von 708.520 auf 960.630 gestiegen, heißt es in dem am Freitag vorgestellten Jahresbericht der brasilianischen Landpastoralkommission Comissão Pastoral da Terra (CPT).

SPORT
Young Boys Bern wieder Meister
Basel (dpa/mc) - Die Young Boys Bern haben wie im Vorjahr die Schweizer Fußball-Meisterschaft gewonnen. Der Ex-Club von Frankfurts Trainer Adi Hütter durfte am Samstag nach einem 0:0 des Rivalen FC Basel gegen Grasshopper Zürich vorzeitig feiern.


Torfestival in Manchester
Manchester/Porto (dpa) - Nach einem Tore-Wahnsinn hat Manchester City mit seinem Trainer Pep Guardiola das Halbfinale der Fußball-Champions League verpasst. Dagegen schaffte Trainer Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool ohne große Mühe den Sprung in die Runde der letzten Vier der europäischen Königsklasse.

FREIZEIT
Malbec in aller Munde
Buenos Aires feiert Argentiniens schönste Rebsorte
Von Nicole Klostermann
Buenos Aires (AT) - Argentinien hat ja so einige Exportschlager. Neben dem kulinarisch zumeist eher unspektakulären Soja und Mais schlägt das Herz eines Gourmets bei Rindfleisch und Dulce de Leche wahrscheinlich schon etwas schneller.

WISSENSCHAFT
Siemensstadt 2.0 in Berlin: Die Bagger kommen
Start-ups, Institute, Wohnungen: Siemens investiert bis zu 600 Millionen
Berlin (dpa) - Für das Millionenprojekt Siemensstadt 2.0 in Berlin beginnen die Bauarbeiten frühestens Anfang 2021. Wie der Campus für Forschen, Produzieren und Wohnen aussehen wird, werde aber schon Ende dieses Jahres deutlich, sagte Vorstandsmitglied Cedrik Neike der Deutschen Presse-Agentur. Dann soll der städtebauliche Wettbewerb abgeschlossen sein, der in diesem Sommer beginnt. «Dann werden wir uns für ein Konzept entscheiden und diese Entscheidung muss erneut im Vorstand diskutiert werden.» Ungefähr ein Jahr werde dann noch benötigt, um den verbindlichen städtebaulichen Vertrag zu schließen.


Als Autofahren noch Arbeit war
Ein Rückblick auf längst vergangene Fahrarbeit
Stuttgart/Berlin (dpa) - Wird der menschliche Fahrer am Steuer bald überflüssig? Kürzlich verzichtete eine Google-Schwesterfirma in den USA bei Tests erstmals auf einen Sicherheitsfahrer, der hinterm Steuer in Notsituationen übernehmen kann. Damit hat zumindest eine Entwicklung begonnen, den Menschen auch von den letzten Lasten der Fahrarbeit zu entbinden. Und ein Blick zurück zeigt, wie umständlich und schweißtreibend die früher war.


Mit Baldrian und Butterfly
Vom Kampf gegen die innere Unruhe
Berlin/Bielefeld (dpa/nk) - Innere Unruhe kennt wohl jeder - vor einer Prüfung, einer Rede oder vor dem Gang zum Traualtar. In der Regel legt sich das nach der Ausnahmesituation wieder. Doch bei manchen bleibt die innere Unruhe länger oder sogar für immer, völlig unabhängig von einem Anlass. Nachts schlafen Betroffene schlecht, tagsüber fühlen sie sich überfordert und sind unkonzentriert oder gereizt. Hinzu kommen vielleicht Herzklopfen, Zittern oder Schweißausbrüche.


Der Erfolg hat seinen Preis
Zehn Jahre Windkraft auf See
Borkum/Hamburg (dpa) - Windräder in die Nordsee stellen und damit umweltfreundlich produzierten Strom ernten - diese Technologie ist heute zur Umsetzung von Energiewende und Atomausstieg nicht mehr wegzudenken. „Zu Beginn des Offshore-Zeitalters herrschte jedoch große Skepsis“, erinnert sich Jörg Buddenberg. „Die bislang unerprobte Technik funktioniert nie, sagten damals die Kritiker.“ Der Geschäftsführer beim Oldenburger Energieversorger EWE sieht den Bau des ersten Windpark-Testfeldes Alpha Ventus in der Nordsee vor zehn Jahren als Pionierprojekt: „Das war zwar kein Renditethema, aber eine wichtige Investition in die Zukunft.“

GEMEINSCHAFTEN
Der Himmel segnete das ‘Los Pinos-Fest’ 2019
Ein wolkenloser Himmel wölbte sich über das Deutsche Wohltätigkeitsfest (DWG) in Los Pinos, das zum 25. Mal begangen wurde, um in sozialer Hilfe den Heimbewohnern des Altenheims nahezusein. Es machte wirklich allen, die anwesend waren, bei gutem Essen (Gulasch, Panchos, Hamburger, Chorizos und Würstchen, Sauerkraut und Kartoffelsalat) sowie Getränken aller Art, köstlichen Torten und Kaffee, Eiskaffee und Eis Freude zu genießen. Eingebunden wurde diese Freude in schönste Musik der 60er Jahre, immer zum Mitsingen in beiden Sprachen.


Projekt „Schindlers Liste“ 2019
Die Wahrheit hinter Hollywood
Buenos Aires (AT) - Am 26. März 2019 fand an der Deutschen Schule Temperley zum ersten Mal in Argentinien das internationale Projekt „Schindlers Liste“ statt. Die Autorin Erika Rosenberg besuchte unsere Schule für einen ganzen Tag und baute mit den Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse (5tos) eine einzigartige Ausstellung auf, die fortan an unserer Schule zu sehen ist. Bei diesem Projekt handelt es sich um den Nachlass von Oskar Schindler, der in zahlreichen Originaldokumenten (Dokumentationen, Bilder, Begleittexte) einzusehen ist.


Vernissage zur Ausstellung „Berlin 30 Jahre“
Queli Berthold zeigt Werke aus 30 Jahren Berlin im Deutschen Klub in Buenos Aires
Buenos Aires (AT/aw) - Wenn Queli Berthold über Berlin spricht, muss man sich kurz wieder darauf besinnen, dass es sich um eine Stadt handelt. Die Worte der Künstlerin klingen auf der Vernissage ihrer Ausstellung „Berlin 30 Jahre“ im Deutschen Klub vielmehr, als gelten sie einer verflossenen Liebe. „Deutschland und seine Kunst haben mich begeistert, doch was ich in Berlin gesehen habe, hat mir das Herz gebrochen.“ Queli Berthold ist voller Emotionen, Erinnerungen und Poesie, wenn es um jene deutsche Stadt geht, durch deren Mitte eine Narbe verläuft. Eine Narbe der Geschichte.

KULTUR
Bleibt Barenboim in Berlin?
Baldige Entscheidung über den Generalmusikdirektor
Berlin (dpa/nk) - Über die Zukunft des wegen seines Führungsstils kritisierten argentinisch-israelischen Stardirigenten Daniel Barenboim als Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper Unter den Linden will der zuständige Kultursenator Klaus Lederer bis zum europäischen Sommer entscheiden.


Spannende Osterstunden gefällig?
Neuerschienene Kriminalromane
Buenos Aires (dpa/nk) - Pünktlich zu Ostern haben wir drei heiße Lesetipps für Sie, die Ihnen die Zeit in Punta del Este oder zwischen dem ein oder anderen Familienbesuch sicherlich versüßen werden. Alle Bücher stehen als Kindle Edition oder sogar als Audible Hörbuch zum Download bereit.

WIRTSCHAFT
UBS und Credit Suisse sind potenzielle Übernahmeziele
Während die grossen amerikanischen Banken Rekordgewinne einfahren, kämpfen die europäischen Banken mit Ertragserosion und Margendruck. Es steht eine Konsolidierung an, die auch die beiden Schweizer Grossbanken erfassen könnte.Die US-Banken spielen in einer eigenen Liga. JP Morgan Chase, die bilanzmässig gewichtigste Bank, hat im ersten Quartal einen Gewinn von u$s 9,3 Mrd. erzielt und hat damit in drei Monaten mehr verdient als die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse (CS) zusammen im gesamten Jahr 2018 . Zwischen den US-Banken und ihren schweizerischen beziehungsweise europäischen Konkurrenten tun sich Welten auf.


EU-Staaten zu Handelsgesprächen mit den USA bereit
Der Weg für Gespräche zur Beilegung des Handelsstreits zwischen der EU und den USA ist endgültig frei. Die Mehrheit der Mitgliedstaaten der EU beschloss am Montag gegen den Widerstand Frankreichs das noch ausstehende Mandat für Handelskommissarin Cecilia Malmström. Die Schwedin will nun so schnell wie möglich mit der Regierung in Washington Verhandlungen über die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter beginnen und über eine engere Zusammenarbeit bei der gegenseitigen Anerkennung von Standards beraten.


AFIP erfährt von 400 bei der Weißwaschung nicht angegebenen Auslandskonten
Die internationale Organisation für wirtschaftliche Kooperation, OECD oder OCDE benannt, befasst sich seit letztem Jahr dank eines Abkommens über Austausch von Information über Bankkonten und Vermögensanlagen unter den Mitgliedern, das 2018 auch von Argentinien unterzeichnet wurde, auch mit dem argentinischen Auslandsvermögen. In der Vorwoche hat sie der AFIP 400 Konten von Personen bekanntgegeben, die sich der Weißwaschung von 2017 angeschlossen hatten, die die Bedingung enthält, dass die Vorteile, die dabei gewährt werden, bei Aufdeckung weiterer Auslandsvermögen verfallen. Das betrifft auch eventuelle Haftstrafen, wie sie das Steuerstrafgesetz von 1991 vorsieht. Bei der Weißwaschung waren schwarze Vermögen in Höhe von u$s 116,8 Mrd. angegeben worden, davon 80% im Ausland. Doch angeblich waren es zumindest in 400 Fällen mehr.


Inflation im März: 4,7%
Der Index der Konsumentenpreise des statistischen Amtes (INDEC), mit dem die Inflation gemessen wird, verzeichnet im März 2019 eine Zunahme von 4,7%, womit die Zunahme im 1. Quartal 11,8% beträgt. In 12 Monaten zum März beläuft sich die Erhöhung auf 54,7%, wobei jedoch die Hochrechnung des 1. Quartals auf das ganze Jahr 55,2% ergibt. Die Märzzunahme war höher als allgemein erwartet wurde. Für April wird jetzt mit über 3% gerechnet.


Die neuen Konjunkturmaßnahmen
Am Mittwoch gab Präsident Mauricio Macri zahlreiche Maßnahmen bekannt, die dazu bestimmt sind, die Inflation zu bremsen, die Wirtschaft anzukurbeln und/oder kritische soziale Probleme zu mildern.

WIRTSCHAFTSÜBERSICHT
Die wirklichkeitsfremde Inflationsdiskussion
Von Juan E. Alemann
Die Inflation, die als allgemeine und dauerhafte Preiszunahme definiert wird, hat Ursachen, die den Wirtschaftern bekannt sind. Einmal handelt es sich um ein monetäres Phänomen, und dann um ein Kostenproblem. Im heutigen Argentinien werden die Preise kaum durch einen Geldüberhang in die Höhe getrieben, sondern konkret durch Abwertung und Abwertungserwartungen, Zunahme der Tarife öffentlicher Dienste und Lohnerhöhungen, die nicht durch geringere Gewinne oder Produktivitätszunahmen ausgeglichen werden. Die Änderung der relativen Preise, die durch eine Abwertung herbeigeführt wird, die über der internen Inflation liegt, und auch durch Tariferhöhungen, die auch höher als die allgemeine Inflation sind, treibt das allgemeine Preisgefüge nach oben, und wenn die Bereiche, die dabei verlieren, den Verlust aufholen wollen, dann steigt die Inflationsrate noch mehr.


Das Ende des UNASUR
Von Juan E. Alemann
Der Verein südamerikanischer Staaten, der im Mai 2008 unter dem Namen Unasur gebildet wurde, ist faktisch aufgelöst worden, nachdem sieben der 12 Mitglieder ausgetreten sind: Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Peru, Ecuador und Paraguay. Es verbleiben jetzt nur Bolivien, Venezuela, Uruguay, Guyana und Surinam. Mit diesen Mitgliedern kommt der Unasur nicht weit.

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